Wie funktioniert die Kanalisationsreinigung
Das gängigste Verfahren ist die Hochdruckspülung. Über eine Düse wird Wasser mit hohem Druck in den Kanal geleitet; die rückwärts gerichteten Strahlen ziehen den Schlauch vorwärts und lösen gleichzeitig Ablagerungen von den Rohrwänden. Der gelöste Schmutz wird zum Schacht transportiert und dort abgesaugt.
Bei hartnäckigen Verstopfungen kommen zusätzlich rotierende Fräsköpfe oder Spezialdüsen zum Einsatz, etwa um Wurzeln oder verkrustete Fettschichten zu entfernen.
Wann ist eine Kanalisationsreinigung nötig
Regelmässige Reinigungsintervalle sind Teil des vorbeugenden Kanalunterhalts. Akuten Handlungsbedarf gibt es bei nachlassendem Abfluss, aufsteigendem Geruch, gluckernden Geräuschen oder Rückstau.
Gemeinden reinigen ihr Kanalnetz nach festem Turnus, Liegenschaftsbesitzer und Betriebe je nach Belastung. Küchen, Waschstrassen und Industriebetriebe benötigen häufigere Intervalle als reine Wohnliegenschaften.
Vorteile der regelmässigen Reinigung
Eine sauber gehaltene Kanalisation transportiert Abwasser zuverlässig ab und verhindert kostspielige Notfälle. Frei liegende Rohrwände lassen sich zudem per Kamera besser inspizieren, sodass Schäden früh erkannt werden.
Vorbeugender Unterhalt ist erfahrungsgemäss deutlich günstiger als die Beseitigung eines Wasserschadens nach einer plötzlichen Verstopfung.
Kosten der Kanalisationsreinigung
Die Reinigung wird nach Aufwand verrechnet, als Richtwert gelten rund CHF 160 pro Stunde zuzüglich einer Anfahrtspauschale von CHF 60. Der Gesamtaufwand hängt von Länge, Durchmesser und Verschmutzungsgrad der Leitung ab.
Eine Wohnüberbauung in Wallisellen lässt ihre Grundleitungen alle zwei Jahre präventiv reinigen. Karo Kanaltechnik spült das Netz mit Hochdruck, saugt die gelösten Ablagerungen ab und prüft kritische Abschnitte per Kamera. Seit der Einführung des festen Intervalls gab es keine Verstopfung mehr.
