Wie läuft eine Rohrreinigung ab?
Je nach Rohrdurchmesser und Art der Verstopfung kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Bei kleineren Abflüssen wie Waschbecken, Dusche oder WC arbeitet man mit einer elektrischen Rohrreinigungsspirale, die die Verstopfung mechanisch aufbricht oder herauszieht.
Bei grösseren Leitungen und Grundleitungen wird das hydrodynamische Hochdruckverfahren bevorzugt. Dabei löst ein Hochdruck-Wasserstrahl die Ablagerungen und spült sie in Richtung Kanal. Beide Verfahren lassen sich kombinieren, um hartnäckige Verstopfungen zuverlässig zu lösen.
Häufige Ursachen für verstopfte Rohre
In der Küche sind erkaltete Fette und Speisereste die häufigste Ursache. Im Bad führen Haare, Seifenreste und Kalk zu Ablagerungen. In der Toilette verstopfen Feuchttücher, Hygieneartikel und übermässiges Papier die Leitung.
Ausserhalb des Gebäudes sind es oft Wurzeleinwuchs, abgelagerter Sand oder ein Rohrbruch, die den Abfluss behindern. Eine Kanal-TV-Inspektion klärt in solchen Fällen die genaue Ursache und Lage der Störung.
Rohrreinigung oder Kanalreinigung?
Von Rohrreinigung spricht man meist bei Leitungen innerhalb des Gebäudes und bei kleineren Durchmessern bis zur Grundleitung. Kanalreinigung bezeichnet die Reinigung der grösseren, erdverlegten Abwasserkanäle ausserhalb des Hauses.
In der Praxis gehen beide fliessend ineinander über: Eine verstopfte Bodenablauf-Leitung im Keller kann ihre Ursache in der Grundleitung oder im öffentlichen Kanal haben. Deshalb lohnt sich eine ganzheitliche Betrachtung des Entwässerungssystems.
Vorbeugen statt verstopfen
Wer Fette, Öle und Speisereste im Abfall statt im Ausguss entsorgt, beugt Verstopfungen wirksam vor. In der Toilette gehören nur Toilettenpapier und die üblichen Ausscheidungen hinein – Feuchttücher niemals.
Bei wiederkehrenden Problemen empfiehlt sich eine vorbeugende Reinigung kombiniert mit einer Zustandskontrolle. So lassen sich strukturelle Ursachen wie Rohrversatz oder Wurzeleinwuchs frühzeitig erkennen und beheben.
In einer Zürcher Altbauwohnung staut sich das Wasser in der Dusche und steigt langsam an. Mit einer elektrischen Rohrreinigungsspirale wird ein dichter Pfropf aus Haaren und Seifenresten in der Fallleitung gelöst. Innerhalb einer halben Stunde läuft die Dusche wieder frei ab, ganz ohne Aufgraben.
