GlossarFachbegriff Kanaltechnik

Schachtsanierung

Schachtsanierung bezeichnet die Instandsetzung schadhafter Kontroll-, Revisions- und Sammelschächte. Sie stellt Dichtheit, Standsicherheit und Funktion des Schachts wieder her – meist mit Beschichtungen oder Auskleidungen, ohne kompletten Neubau.

Welche Schäden treten an Schächten auf?

Typische Schäden sind undichte Fugen und Anschlüsse, korrodierte oder abgesandete Betonwände, Risse, schadhafte Ablaufrinnen (Gerinne) und beschädigte Steighilfen. Über undichte Stellen dringt Grundwasser ein oder Abwasser tritt aus.

Auch die Schachtabdeckung und der obere Konusbereich sind häufig betroffen, weil sie durch Verkehr und Frost stark beansprucht werden. Ein Fremdwassereintritt belastet zudem unnötig die Kläranlage.

Wie wird ein Schacht saniert?

Nach Reinigung und Kontrolle wird das passende Verfahren gewählt. Undichte Fugen werden verpresst oder abgedichtet, geschädigte Wände erhalten eine mineralische oder kunststoffbasierte Beschichtung, und stark angegriffene Schächte werden mit einem Innensystem ausgekleidet.

Das Gerinne, also die Ablaufrinne im Schachtboden, wird bei Bedarf neu profiliert, um den Abfluss zu optimieren. Steighilfen und Abdeckungen werden ersetzt, wo sie die Sicherheit gefährden.

Wann ist eine Schachtsanierung sinnvoll?

Eine Sanierung ist angezeigt, sobald Fremdwasser eindringt, Abwasser austritt, der Beton sichtbar korrodiert oder die Standsicherheit gefährdet ist. Oft werden solche Mängel bei einer Schachtreinigung oder Zustandsanalyse entdeckt.

Eine rechtzeitige Sanierung ist deutlich günstiger als ein kompletter Schachtneubau. Zudem schützt sie das Grundwasser und hält die Anlage rechtskonform und betriebssicher.

Vorteile der Schachtsanierung

Die Sanierung stellt Dichtheit und Statik wieder her, ohne dass der Schacht ausgebaut und neu gebaut werden muss. Das spart Kosten, Zeit und Aufwand und reduziert die Belastung für die Umgebung.

Beschichtungen und Auskleidungen schützen den Beton dauerhaft vor Korrosion durch aggressive Abwasserbestandteile. So verlängert sich die Lebensdauer des Schachts um viele Jahre.

Beispiel aus der Praxis

In einem Kontrollschacht bei Chur dringt bei hohem Grundwasserstand Fremdwasser durch undichte Fugen ein und überlastet die Pumpe. Statt den Schacht auszutauschen, werden die Fugen verpresst und die Wände mineralisch beschichtet. Der Schacht ist wieder dicht, die Pumpe läuft im Normalbetrieb.

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Häufige Fragen zu Schachtsanierung

Muss ein schadhafter Schacht immer ersetzt werden?+

Nein. In den meisten Fällen lässt sich ein Schacht durch Verpressen, Beschichten oder Auskleiden sanieren, was deutlich günstiger ist als ein Neubau.

Was verursacht Fremdwassereintritt in Schächten?+

Meist sind undichte Fugen, Risse oder korrodierte Wände die Ursache. Über diese Stellen dringt Grundwasser ein und belastet unnötig die Kläranlage.

Wie lange hält eine Schachtsanierung?+

Fachgerecht ausgeführte Beschichtungen und Auskleidungen schützen den Schacht über viele Jahre vor Korrosion und Undichtigkeit und verlängern seine Lebensdauer deutlich.

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